Auch Niehl gehörte zu den Ortschaften im Umkreis von Köln, die 1880 eingemeindet wurden. Die Stadt kaufte das Laacher Feld und die Gärten und Äcker vieler Bürger als Industriegelände - und aus dem Fischer- und Bauerndorf wurde bald ein großräumiger Industriestandort. Niehl verlor seinen ursprünglichen idyllischen Charakter, der heute nur noch in Teilen zu erkennen ist. Niehl wird 927 zum erstenmal erwähnt. Die Kirchenbücher gingen im Dreißigjährigen Krieg verloren. Eine Menge alter Urkunden wurde um 1670 dem Pastor Balthasar Kratz gestohlen, und die französische Revolutionssoldaten zerstörten die Urkundensammlung des in Niehl lebenden Professors und Domherrn Hillesheim. Der Rest ging dann im zweiten Weltkrieg verloren. Danach hat der 1954 verstorbene Niehler Heimatforscher Johann Lemper zusammengetragen, was wir heute wieder über Niehls Vergangenheit wissen.